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5 einfache Dinge, die für Ruhe und Gelassenheit sorgen

5 einfache Dinge, die für Ruhe und Gelassenheit sorgen

Gelassenheit im Alltag: Ein Traum für viele. Aber es muss nicht bei einem Traum bleiben. Auch du kannst mit einfachen Tipps zu mehr Ruhe finden und dem ganz normalen Chaos in deinem Leben mit Lockerheit begegnen. Willst du wissen wie? Dann lies weiter!

Bereits in der Vergangenheit haben wir uns damit auseinandergesetzt, was Stress für den Körper bedeuten kann und wie du ihm entgegentreten kannst. Auch haben wir uns mit Resilienz beschäftigt – eine wichtige Eigenschaft, um seelisch Widerstand leisten zu können.

Und dabei kennen wir alle Personen in unserem Umfeld, die scheinbar all dies in sich vereinen. Sie sich voller Ruhe, Gelassenheit und wirken ebenso sorglos und unbekümmert. Ist dies eine Superkraft, die nur manche Glückspilze beherrschen? Sicher nicht. Mit den richtigen Tricks und Tipps kannst du ebenso zu mehr Gelassenheit finden.

Was versteht man unter Gelassenheit?

Gelassenheit lässt sich auch mit Bedächtigkeit oder Ausgeglichenheit übersetzen. Darin steckt, dass man etwas ohne Hektik tut, sich Zeit nimmt vor der Entscheidung oder Handlung und sich nicht von akuten Gefühlen zu einer impulsiven Handlung hinreißen lässt.

Nicht umsonst gibt es Sprichwörter wie “Immer mit der Ruhe”, “In der Ruhe liegt die Kraft” und “Wenn ich nachts gut schlafen soll, muss ich tagsüber meine Ruhe haben, sagte der Bauer und legte sich nieder.”. Sie alle vereint, dass die Ruhe etwas ist, was nicht einfach auftritt. Man muss sich aktiv dafür einsetzen, etwas Entspannung zu finden.

In unserem heutigen Alltag ist dies kaum möglich. Job, Uni, Familie, Freunde, ständige Erreichbarkeit… sie bereichern unser Leben, bieten auf der anderen Seite jedoch wenig freie Zeit. Dabei ist es so wichtig, sich um sich selbst zu kümmern und Selbstfürsorge zu betreiben. Nur so können wir den Anforderungen des modernen Lebens gerecht werden.

Warum ist Gelassenheit wichtig?

Warum sollten wir uns überhaupt die Mühe machen, das Leben lockerer anzugehen? Leider geht aus Studien wie der Techniker Krankenkasse 2021 hervor, dass Stress sich negativ auf die Gesundheit auswirken kann (vgl. Techniker Krankenkasse 2021, 33). Es ist wichtig, sich mit den Herausforderungen im Alltag ruhig und gelassen auseinanderzusetzen, weil durch andauernden Stress oft Krankheiten und Symptome wie Rückenschmerzen, Erkältungen und Verdauungsbeschwerden auftreten (vgl. ebd.). Ehe man sich versieht, befindet man sich in einem Teufelskreis. Der Stress beeinflusst die Gesundheit, welche wiederum noch mehr Stress ausübt (vgl. ebd.).

Zur Gesundheit zählt natürlich auch die Psyche hinzu. Auch sie wird durch Stress beeinflusst. Tatsächlich hat mehr als jede dritte Person, die sich häufig gestresst fühlt, psychische Beschwerden (vgl. ebd., 38).

Etwas mehr Gelassenheit daher in den Alltag einzubauen ist wichtig. Und das, bevor es zu andauerndem Stress und dessen Symptomen kommt.

Wie kann Gelassenheit erlernt werden?

Es ist wie mit vielen guten Dingen. Nur durch Übung, Versuchen und Wiederholungen wirst du nachhaltig etwas verändern können. Im Folgenden haben wir ein paar Ansätze gesammelt, die du für dich ausprobieren kannst.

Perfektionismus streichen

In einer Welt, wo es immer alles schneller, besser, höher, weiter und perfekter sein soll, ist es nicht einfach, ständiger (Selbst-)kritik auszuweichen. Vergleiche und hohe Ansprüche fördern Minderwertigkeitsgefühle. Der ständige Druck nach Perfektion stet natürlich ganz entgegen dem Wunsch nach mehr Entspannung.

Bestleistungen zu jeder Zeit zu erwarten ist durchaus harsch. Dauerhaft kann dies zu Überforderung und Druck führen. Um ausgeglichener zu werden, kannst du dir vornehmen, eine Aufgabe zu erledigen und sie so zu lassen, wie sie dann ist. Sei stolz, dass du trotz des Stresses diese Aufgabe erledigt hast, selbst wenn sie nicht perfekt ist.

Versuche deine Denkmuster zu identifizieren und prüfe, ob sie nicht eigentlich sogar schädlich sind. Sag dir nicht, dass du etwas perfekt machen musst oder ein Ziel schnell erreichen musst. Feiere stattdessen jeden winzigen Schritt, den du in diese Richtung machst. Und mach dich nicht für Fehler fertig.

In diesem Beitrag haben wir uns mit Selbstakzeptanz beschäftigt. Wenn dich das Thema tiefergehend interessiert, dann findest du dort sicherlich noch weitere interessante Tipps.

Gesünderer Lebensstil

Wir Menschen sind individuell und haben natürlich auch ganz unterschiedliche Bedürfnisse. Grundsätzlich solltest du versuchen, dir einen gesunden Lebensstil anzueignen. Dies beinhaltet ausreichend Schlaf, vollwertige Mahlzeiten, frische Luft und Bewegung. Es lässt sich oft mit schnellen Anpassungen eine fühlbare Verbesserung der Lebensqualität erreichen.

Ansonsten kommt es darauf an, was dir zusagt. Manche Menschen mögen es sehr, abends ein Dankbarkeitstagebuch auszufüllen. Du kannst auch hierbei kreativ sein und ein Erfolgstagebuch führen. Liste alle noch so kleinen Dinge auf, die du heute geschafft hast. Lass dich dabei nicht in die Irre führen – manchmal war es nur der Gang um den Block, den du an diesem Tag erledigen konntest. An manchen Tagen ist einfach nicht mehr zu leisten und das ist vollkommen okay.

Bewusst Zeit für sich einplanen

Zeit für sich nehmen. Das klingt so leicht und dennoch ist die Umsetzung oft gar nicht einfach. Nach Feierabend Ewigkeiten durch Social Media zu scrollen ist keine wertvolle Zeit, die du für dich aufwendest. Stattdessen gerätst du schnell in einen Zustand, in dem deine Sinne überreizt werden.

Zur Selbstfürsorge gehört auch, sich zu überlegen, was einem wirklich gut tut. Du könnest leichtes Yoga versuchen, um sich gleichzeitig zu bewegen, deine Muskeln von Anspannung zu lösen und einen Moment lang abzuschalten. Hier findest du einfache Yoga-Übungen:

Du kannst aber auch meditieren, Atemübungen machen, Bilder ausmalen, Stricken oder Achtsamkeitsübungen machen. Das Angebot ist reichlich und für jede Person sollte die geeignete Strategie zu finden sein.

Sendepause

Wann warst du das letzte Mal für einen längeren Zeitraum offline?
Wir kennen das Gefühl, ständig erreichbar sein zu wollen. Sei es, um nichts Wichtiges zu verpassen oder aus reiner Gewohnheit. Mit der ständigen Erreichbarkeit ist aber auch Druck verbunden. Denn wer immer sein Handy in der Hand hat, um möglichst zügig Mails und Nachrichten abzuarbeiten, der schaltet nie ab.

Versuche dir täglich eine Zeitspanne einzubauen, in welcher du nicht erreichbar bist. Anfangs kann es sogar sein, dass du dich unruhig fühlst. Mit der Übung gewöhnst du dich aber daran. Es ist wichtig zu lernen, dass nicht immer alles sofort geschehen muss. Insbesondere dann, wenn wir mit weniger Stress durch das Leben schreiten wollen.

Du kannst versuchen, dass du zunächst nur direkt vor dem Schlafengehen dein Handy weglegst. Fange bei einer halben Stunde an. Du kannst dich immer steigern oder auch zu anderen Zeiten einen Verzicht einlegen.

Routinen schaffen

Möglich ist es, dass das Chaos für Hektik und Druck sorgt. Manchmal ist es schwierig, alle Dinge unter einen Hut zu bringen und man hetzt von einem Termin zum nächsten. Routinen können dabei helfen, Sicherheit und Stabilität zu vermitteln. Das ist super, denn in einer sicheren Umgebung fällt die Entspannung auch viel leichter.

Selbstverständlich lässt sich nicht jeder Tag gleich planen. Und ein bisschen Abwechslung tut auch gut. Aber du könntest damit beginnen, am Morgen und am Abend ganz feste Routinen zu etablieren. Dabei kannst du auch andere gesundheitsfördernde Angewohnheiten einbauen. Schon musst du sie nicht mehr zwischen deine Termine quetschen und bist dann frustriert.

Stattdessen baust du Schritt für Schritt eine Routine ein. Zum Beispiel könnest du morgens damit anfangen, noch im Bett Atemübungen zu machen. Der erste Griff zum Handy sollte erst erfolgen, wenn du dir ausreichend Zeit genommen hast, um richtig wach zu werden. Atemübungen im Liegen kannst du auch hier finden:

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Wie kann ich Gelassenheit lernen?

Durch verschiedene Übungen und dem Hinterfragen ungesunder Denkmuster kann mehr Ruhe und eine gelassene Grundhaltung erlernt werden.

Warum ist Gelassenheit wichtig?

Um präventiv gegen Stress vorzugehen, ist es wichtig mehr Entspannung in den Alltag einzuführen. Andernfalls können auf Druck und Stress Krankheiten folgen.

Literatur

Techniker Krankenkasse (2021): Entspann dich, Deutschland!. TK-Stressstudie 2021. Online verfügbar unter: https://www.tk.de/resource/blob/2116464/d16a9c0de0dc83509e9cf12a503609c0/2021-stressstudie-data.pdf (17.10.2023).

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